Schweizermeisterschaften im Nationalturnen in Villmergen (AG) vom 06. September 2025
Nach dem grossen Highlight in Mollis (GL) bei den Schwingern mit dem Eidgenössischen Schwingfest, standen für die Nationalturner die jährlichen Schweizermeisterschaften im Nationalturnen an. Bei wunderschönem Wetter starteten die 24 Urner Nationalturner mit ihren Betreuern und Kampfrichtern in früher Morgenstunde am Samstag, 06. September 2025, nach Villmergen (AG) um an den Schweizermeisterschaften teil zu nehmen. Da bekanntlich im Kanton Uri sehr selten der Nebel im Herbst liegt, wurden sie, je näher sie ihrem Ziel im Kanton Aargau kamen, des besseren belehrt. Mit dichtem Nebel und bei kühlen 10 Grad mussten die frühaufstehenden Nationalturnern in Villmergen (AG) in den Wettkampf starten. Mit dem Wissen, das es für dieses Jahr der letzte Einsatz sein wird, motivierten sie sich nochmals vollen Einsatz zu geben. Das OK unter der Leitung von Jakob Frischknecht stellte für dieses Wochenende anfangs September ein Unterhaltsames sportliches Programm zusammen, ganz nach dem Motto “Tradition & Stolz”.
3 Kränze für die A-Turner
In der höchsten Kategorie der Nationalturner starteten fünf Athleten der Nationalturnerriege Bürglen (NTR). Noah Gisler, der nach einer langen Verletzung wieder vollständig genesen ist, konnte seine Bestleistung abrufen und sich mit 91.40 Punkten auf Rang 8 einen Kranz sichern. Mit Maximalnoten im Steinheben, Steinstossen und am Boden bewies Noah, dass er ein echter Vornotenspezialist ist. Im Hochweitsprung übersprang er 1.40 m, wobei zusätzlich 1 m für die Weite dazukommt, und erreichte so die Note 9.40. Da Noah besonders in den Vornoten punkten kann, absolvierte er fünf Vornoten. Im anschließenden 100-Meter-Lauf erzielte er mit einer Zeit von 12.8 Sekunden die Note 9.20. Den ersten Gang im Schwingen konnte Noah stellen und erhielt dafür eine 8.80. Auch den zweiten Kampf im Sägemehl stellte er mit einer Note von 8.60. Im darauffolgenden Schwingkampf musste er jedoch eine Niederlage einstecken und erhielt eine 8.30, was ihm einige wichtige Punkte kostete. Auch im Ringen vor dem abschliessenden Schwingkampf erlitt Noah eine bittere Niederlage. Um sich dennoch den Kranz zu sichern, musste er in der 10. Disziplin mindestens ein Gestellter erreichen. Dies gelang ihm, und mit der Note 9.00 sicherte er sich verdient den Kranz in Villmergen.
Sein Klubkamerad Remo Roner konnte sich im Steinheben die Maximalnote erarbeiten. Der sonst so sichere Steinstösser musste jedoch beim Steinstossen ungewohnt viele Punkte abgeben: Mit einer Weite von 7.39 m erhielt er lediglich die Note 8.70, ein Resultat, das ihn sichtlich schmerzte. Anscheinend konnte er diesen missglückten Stoss noch nicht ganz verarbeiten, denn auch in der Freiübung musste er weitere wichtige Punkte liegen lassen. Mit einer Note von 9.10 konnte Roner nur mässig zufrieden sein. Den Lauf absolvierte er in seiner gewohnten Zeit von 13.8 Sekunden, was ihm eine Note von 8.20 einbrachte. Damit waren die Vornoten abgeschlossen, und Roner musste in den Zweikämpfen Boden gutmachen, wollte er sich noch einen Kranz sichern. Der Einstieg in die Zweikämpfe erfolgte mit Sägemehlringen, wo er seinen ersten Sieg verbuchen konnte und sich eine starke Note von 9.80 schreiben liess. Den zweiten Gang im Schwingen verlor Roner und erhielt dafür die Note 8.30. Auch den dritten Gang, wieder im Sägemehlringen, verlor er mit der Note 8.30. Den vierten Gang im Schwingen konnte Roner stellen und bekam dafür die Note 9.00, ebenso wie im fünften Gang, bei dem erneut Sägemehlringen auf dem Programm stand, schrieb er ein 9.00. Somit stand Roner in der zehnten und letzten Disziplin, Schwingen, unter Zugzwang. Der Gang dauerte bis in die letzten Sekunden, ohne dass ein Ergebnis feststand. Doch sein Gegner Pirmin Riederer verlor kurz vor Schluss die Geduld und riskierte ein wenig zu viel, was Roner eiskalt ausnutzte. Mit einem Sieg und der Maximalnote beendete er den Wettkampf mit insgesamt 90.4 Punkten und belegte den 11. Rang, was ihm den verdienten Kranz einbrachte.
Der langjährige und gleichaltrige Begleiter von Noah und Remo, Kilian Arnold, stellte sich ebenfalls der Herausforderung der Schweizermeisterschaft. Wie seine Kameraden zeigte er beim Steinheben sein Können und sicherte sich die Note 10.00. Am Boden präsentierte Kilian eine sehenswerte Übung, die mit der Note 9.60 bewertet wurde. Im Hochweitsprung überquerte Arnold die Höhe von 1.30 m und erhielt dafür eine 8.80. Den Lauf absolvierte Kilian einen Hauch schneller als Remo und erzielte mit 13.4 Sekunden die Note 8.60. Mit einer nahezu identischen Ausgangslage wie Roner war klar, dass Kilian in den Zweikämpfen überzeugen musste. Der Einstieg in die Zweikämpfe verlief jedoch harzig: Kilian musste eine Niederlage hinnehmen und schrieb sich eine 8.30 ins Notenblatt. Im darauffolgenden Schwinggang stellte Arnold und erhielt die Note 8.60, was ihn merklich unter Druck setzte. Die nächsten beiden Gänge, einer im Ringen, einer im Schwingen, gingen beide verloren und wurden jeweils mit einer 8.30 bewertet. Beim letzten Einsatz im Sägemehlringen konnte Kilian erneut stellen und erhielt dafür eine 8.80, womit er sich wieder unter die Kranzanwärter einreihte. Somit befand sich Kilian in der gleichen Ausgangslage wie Roner zuvor: Ein Sieg war Pflicht. Mit ausgezeichneter Kampfübersicht erkämpfte sich Kilian im letzten Einsatz des Samstags einen Sieg und schrieb gleich die Maximalnote 10.00. Die 89.30 Punkte reichten für den 14. Rang und damit zum Kranzgewinn. Für Elias Herger und Fabio Gisler war an dieser Schweizermeisterschaft nichts zu holen. Bereits in den Vornoten verloren sie wichtige Punkte, die in den anschließenden Zweikämpfen kaum mehr aufzuholen waren. Mit beherzten Einsätzen in den Gängen konnten sie dennoch überzeugen: Herger verlor keinen Gang und schrieb gleich vier Maximalnoten. Mit einem gestellten Gang und einer 9.80 im fünften gewonnenen Gang konnte Elias nochmals deutlich Boden gutmachen. Für den Kranzgewinn reichte es jedoch dennoch nicht. Mit insgesamt 87.60 Punkten belegte Herger den 21. Rang, ohne Kranz. Auch Fabio Gisler zeigte mit grossem Willen, dass er nicht so leicht zu bezwingen ist. Leider fehlte ihm an diesem Tag das nötige Wettkampfglück. Er erreichte eine Punktzahl von 86.00 und belegte damit den 25. Rang, ebenfalls ohne Kranz.
Vizeschweizermeister in der Kategorie L2 für Roman Roner
Die sechs Athleten des NTR Bürglen, die in der zweithöchsten Kategorie der Leistungsklasse 2 starteten, zeigten eindrucksvoll, dass sie zu den Besten gehören. Roman Roner konnte sich im Steinheben mit dem 15-kg-Stein die Note 10.00 sichern. Auch im Stossen erzielte Roner die Maximalnote 10.00, er katapultierte den 10-kg-Stein auf beeindruckende 9.12 Meter und übertraf damit die geforderte Weite von 8.50 Metern deutlich. Am Boden bewies Roner seine hervorragende Körperspannung und erturnte sich die ausgezeichnete Note 9.80, womit er sich unter den Topleuten einreihte. Im Lauf über 80 Meter verlor er 0.80 Punkte auf das Maximum und erzielte eine Zeit von 11.00 Sekunden. So stand Roner nach den Vornoten mit 39.00 Punkten und einem Punkt Rückstand hinter der Spitze der Kategorie. Mit einer positiven Einstellung ging Roman in die Zweikämpfe. Im ersten Gang im Ringen traf er auf Lukas Schnider aus Eschenbach, einen Gegner, gegen den er in der Vergangenheit nur selten gewinnen konnte. Doch diesmal erwischte Roman den quirligen Schnider auf dem falschen Fuss und fügte ihm eine Niederlage zu. Die Note 9.80 liess Roner in der Rangliste weiter nach oben klettern. Im zweiten Gang war ihm der Vornotenspezialist Mario Künzli zugelost worden. Nach kurzer Gangdauer konnte Roman Mario am Boden überdrücken und sich erneut die Note 9.80 notieren lassen, ein weiterer Schritt in Richtung Spitze. Im Sägemehlringen wartete dann der Eidgenössische Turnfestsieger Norik Bieri vom STV Willisau auf ihn. Da sich beide Athleten weitgehend neutralisierten, wurde der Gang mit der Note 8.60 bewertet. Norik konnte sich damit hauchdünn für den Schlussgang qualifizieren. Für Roman war nun klar: Wenn er einen Spitzenplatz erreichen wollte, musste im abschliessenden Schwinger-Gang ein Sieg her. Doch mit Damian Mettler stand ihm ein Gegner gegenüber, der bereits mehrfach hervorragende Leistungen gezeigt hatte, also kein einfacher Brocken. Roman stellte sich fokussiert auf den Gang ein. Bereits im dritten Zug brachte er Damian in erhebliche Bedrängnis. Mit unbeugsamem Siegeswillen liess Roner nichts mehr anbrennen, vollendete den Gang am Boden und sicherte sich mit der Note 9.80 das Siegeskreuz und somit einen Podestplatz. Da Norik Bieri im Schlussgang stand, musste entweder er oder Sales Tschudi gewinnen, um Roner noch von der Spitze zu verdrängen. Der junge Glarner, der bereits am Eidgenössischen in Mollis (GL) mit acht Gängen gezeigt hatte, dass er trotz seines jungen Alters schon zu den "Bösen" gehört, liess aber nichts anbrennen. Er bezwang Norik nach kurzer Gangdauer am Boden. Somit kam es, anders als in Mollis, nicht zu einer "Erbschaft", sondern Roman musste Sales Tschudi den Sieg überlassen und sich mit dem zweiten Platz zufriedengeben. Dies störte ihn jedoch keineswegs, im Gegenteil: Er freute sich riesig über diesen Erfolg, zumal er in dieser Saison verletzungsbedingt nicht an allen Wettkämpfen hatte teilnehmen können. Mit 77.00 Punkten konnte Roman sich auf dem Podest, auf Rang zwei halten und sich als Vizeschweizermeister ausrufen lassen. Für einen Doppelzweig sorgen auch die beiden Klubkollegen Sven Schuler und Elias Herger. Beide mussten in den Vornoten einige Punkte abgeben, konnten aber in den Zweikämpfen überzeugen. Sven erreichte zwei Siege, einen Gestellten und musste nur eine Niederlage hinnehmen. Mit dieser Leistung konnte er sein Punktemanko aus den Vornoten wettmachen und sich bis in einen Auszeichnungsrang vorarbeiten. Mit 74.1 Punkten belegte Schuler den 11. Rang und holte sich einen Doppelzweig. Elias gelang das Kunststück, alle Zweikämpfe zu gewinnen. Mit dieser eindrücklichen Leistung kletterte Herger bis auf Rang 12 und sicherte sich mit 74.0 Punkten den dritten Doppelzweig in dieser Kategorie. Winzige 0.10 Punkte fehlten Severin Epp zu einer Auszeichnung. Mit der gleichen Punktzahl wie Roner (39.00) in den Vornoten konnte Epp in den Zweikämpfen jedoch keinen Sieg erringen und musste zu viele Niederlagen einstecken. Somit rutschte Severin auf der Rangliste stetig nach unten. Mit 73.00 Punkten belegte er Rang 14 ohne Auszeichnung. Auch Raphael Gisler konnte in den Vornoten überzeugen. Mit guten 37.50 Punkten standen ihm noch alle Türen zum begehrten Doppelzweig offen. Leider folgten drei Niederlagen in Serie sowie ein Gestellter im letzten Gang, wodurch Gisler die nötigen Punkte für eine Auszeichnung verpasste. Mit 71.00 Punkten belegte er Rang 21 ohne Auszeichnung. Der sechste Turner, Ramon Herger, musste in den Vornoten einige Punkte streichen. Für eine Auszeichnung wäre nur eine ähnlich starke Leistung wie jene von Elias Herger nötig gewesen. Diese fast unmögliche Aufgabe erwies sich jedoch als zu anspruchsvoll. Mit 68.5 Punkten belegte Ramon Rang 26 ebenfalls ohne Auszeichnung.
Zwei Auszeichnungen in der Kategorie L1
Die Vornoten-Spezialisten Ben Büeler und Noe Huwyler konnten auch in den Zweikämpfen bestehen und sich eine Auszeichnung an der Schweizermeisterschaft in Villmergen sichern. Ben erzielte in den Vornoten 38.20 Punkte, Noe sogar 39.30 Punkte. Ben musste im Zweikampf zwei Niederlagen einstecken und konnte einen Sieg verbuchen. Trotz Punktverlusten blieb er in den Auszeichnungsrängen und erreichte mit insgesamt 64.60 Punkten den 16. Rang – ausgezeichnet mit Eichenlaub. Noe stellte im ersten Gang, musste danach jedoch zweimal als Verlierer vom Platz. Mit 64.50 Punkten belegte er schliesslich den 17. Rang und durfte sich ebenfalls über eine Auszeichnung freuen.
Vier Auszeichnungen in der Kategorie J2
Der Nachwuchs in der Jugendklasse 2 zeigte, wie auch die Leistungsklassen, dass er die Vornoten bereits gut beherrscht. Liam Huwyler erarbeitete sich 38.40 Punkte bis zu den Zweikämpfen. Mit einem Sieg und einer Niederlage erreichte er ein Punktetotal von 56.70 und belegte Rang 12 mit Auszeichnung. Trainingskollege Linus Gnos lag mit 38.30 Punkten in den Vornoten knapp hinter Huwyler. Auch Linus konnte einen Gang für sich entscheiden und musste eine Niederlage einstecken. Aufgrund der minimalen Noten in den Zweikämpfen rutschte Linus mit 56.20 Punkten auf Rang 14 ab ebenfalls mit Auszeichnung. Lean Gnos gelangen gute 37.10 Punkte in den Vornoten. Mit einem Sieg und einem gestellten Gang kletterte er einige Ränge nach oben und belegte mit 55.90 Punkten den 17. Rang auch er erhielt eine Auszeichnung. Die Schweizermeisterin 2024 (Sumiswald BE) in der Kategorie J1, Nelia Baumeler, startete dieses Jahr eine Kategorie höher. In den Vornoten zeigte sie, dass sie auch die höheren Anforderungen bereits gut meistert. Mit 37.00 Punkten war sie auf Auszeichnungskurs. Ein Sieg und eine Niederlage in den Zweikämpfen mit minimalen Noten liessen sie jedoch etwas abrutschen. Mit 54.90 Punkten belegte sie Rang 22 mit Auszeichnung. Knapp verpasste Samuel Gisler eine Auszeichnung. Die soliden 37.60 Punkte aus den Vornoten reichten nicht aus, um in den Auszeichnungsrängen zu bleiben. Ein gestellter Gang mit der Note 8.60 sowie ein verlorener Gang mit 8.30 liessen ihn auf 54.50 Punkte und Rang 25 zurückfallen ohne Auszeichnung. Besonders bitter: Er verpasste die Auszeichnung um nur 0.10 Punkte. Sein jüngerer Bruder Moritz Gisler, der in derselben Kategorie startete, musste bereits in den Vornoten einige Punkte liegen lassen. Mit 34.90 Punkten lag er nach dem Vormittag hinter den Zweiggewinnern zurück. Ein Sieg und ein gestellter Gang brachten ihn zwar einige Ränge nach vorne, doch reichten die 53.70 Punkte nur für Rang 30 ohne Auszeichnung. In der von Knaben dominierten Sportart Nationalturnen geht auch ein Mädchen vom NTR Bürglen mit grosser Leidenschaft an den Start: Katja Müller. Sie bestreitet mit Freude die turnerischen Disziplinen, muss sich aber in den Zweikämpfen meist geschlagen geben. Ohne Vorurteile und mit viel Engagement trat sie zum Wettkampf an. Mit 32.20 Punkten stand sie nach den Vornoten im hinteren Drittel der Rangliste. Ein Sieg im ersten Gang brachte sie wieder etwas voran, doch die Niederlage im zweiten Gang neutralisierte diesen Erfolg. Mit insgesamt 50.10 Punkten belegte Katja Rang 45 ohne Auszeichnung. Mit einer positiven Einstellung zu ihrer Leidenschaft Nationalturnen beendete Katja ihre Saison 2025.
Podest verpasst in der Kategorie J1
In den Jahrgängen 2014 und 2015 hatte man mit Nio Baumeler einen Trumpf am Start. Die beiden Maximalnoten im Steinheben und Steinstossen zeigten seine Klasse. In der Freiübung verlor Nio jedoch ganze 1.30 Punkte, was ihn mit 28.70 Punkten nach den Vornoten knapp hinter das Podest zurückwarf. Die beiden Siege in den Zweikämpfen, einer davon mit der Maximalnote, hielten Nio in der Spitzengruppe, allerdings musste er auch hier 0.20 Punkte abgeben. Mit sehr guten 48.50 Punkten reichte es schliesslich für Rang 4 und eine Auszeichnung. Der knapp verpasste Podestplatz war schnell vergessen nach dem Gang zum Gabentempel, denn ab sofort muss Nio die langen Wege nicht mehr zu Fuss zurücklegen, er darf nun Pedalen. Die jüngere Schwester von Katja, Linda Müller, bestreitet das Nationalturnen mit derselben Leidenschaft wie ihre Schwester und die Klubkameraden vom NTR Bürglen. Die Freiübung beherrscht die junge Dame mit einer Sicherheit und Ästhetik der Superklasse, diese Leistung wurde mit der Maximalnote 10.00 belohnt. Im Weitsprung und im Lauf blieben dann jedoch einige Punkte liegen, was in den Vornoten ein Total von 27.40 Punkten ergab. Ein Sieg und eine Niederlage in den Zweikämpfen zeigten, dass auch junge Mädchen bei den Buben bestehen können. Das Gesamttotal von 45.70 Punkten reichte für Rang 25 leider ohne Auszeichnung. Für diese fehlten lediglich winzige 0.80 Punkte, und Linda hätte sich einen Schweizermeister-Zweig sichern können.
Zwei Kämpfer in der Kategorie Jugend Piccolo
Der jüngste der drei Gisler-Brüder (J2), Theo, der in der Kategorie JP an den Start ging, zeigte früh seine Ambitionen, zu den Auszeichnungsgewinnern zu gehören. In den Vornoten verschenkte Theo jedoch zu viele Punkte. Mit 25.80 Punkten lag er zur Mittagspause noch hinter den Auszeichnungsrängen. Seine Klubkameraden motivierten ihn daraufhin, in den Zweikämpfen alles zu geben und das zeigte Wirkung: Theo konnte beide Gänge für sich entscheiden. Durch diesen deutlichen Punktegewinn kletterte Gisler bis knapp hinter die Auszeichnungsränge. Mit einem Total von 45.60 Punkten verpasste er die Auszeichnung um nur 0.10 Punkte und belegte den 26. Rang leider ohne Auszeichnung. Auch der jüngste Nationalturner, Eno Imhof, konnte in den Vornoten nicht ganz sein Maximum abrufen. Mit 25.10 Punkten lag auch er auf gleicher Höhe wie Theo. Somit war auch für Eno klar: Jetzt wird nichts mehr verschenkt. Leider verlor er beide Zweikämpfe, was ihn in der Rangliste deutlich zurückwarf. Mit einem Total von 41.50 Punkten landete er auf Rang 47 ebenfalls ohne Auszeichnung. Nichtsdestotrotz blieb die Freude in den Gesichtern der beiden Jüngsten, trotz der verpassten Auszeichnungen, deutlich spürbar.
Fazit
Die 24 Athleten der Nationalturner-Riege Bürglen (NTR) erkämpften sich insgesamt drei Kränze in der Kategorie A, stellten mit Roman Roner einen Vizeschweizermeister in der zweithöchsten Kategorie (Leistungsklasse 2, L2) und holten zudem zwei Doppelzweige. Auch in der Leistungsklasse 1 konnten sie mit zwei Auszeichnungen überzeugen. In der Kategorie J2 erreichten sie vier Auszeichnungen und standen damit keineswegs im Schatten. In der Kategorie J1 verpasste Nio Baumeler mit dem vierten Platz nur knapp einen weiteren Podestplatz für die Nationalturner aus Bürglen (UR). Mit insgesamt 13-mal Eichenlaub, ob auf dem Kopf oder in der Hand, bewiesen die Nationalturner, dass sie zu den erfolgreichsten Riegen der Schweiz gehören. Dies bestätigt auch, dass die Nationalturner hervorragende Arbeit in der Nachwuchsförderung leisten und ihre Betreuer sowohl fachlich als auch pädagogisch auf dem neusten Stand sind.
Berichterstatter NTR Bürglen
René Roner